Interview mit unserem Partner und Datenschutzexperten Björn Stecher

Björn Stecher ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter und systemischer Organisator und spricht im Interview mit Datentreiber über datengetriebene Entscheidungen und die Vereinbarkeit von Datenstrategie und Datenschutz.

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Um unseren Kunden eine individuelle und ganzheitliche Beratung bieten zu können, bietet Datentreiber seinen Kunden ein Netzwerk von erfahrenen und spezialisierten Experten an. Björn Stecher ist unser Datenschutzexperte, den wir Ihnen in diesem Interview vorstellen.

 Wer bist du und was machst du?

Ich bin ein Digital-Enthusiast, Wirtschaftsjurist, zertifizierter Datenschutzbeauftragter und systemischer Organisationsberater. Mit unserer Firma Digitales Denken beraten wir Unternehmen, Politik und Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) auf ihrem Weg der digitalen Transformation. Einer unser Schwerpunkte liegt auf den strukturellen und kulturellen Veränderungen datengetriebener Geschäftsmodelle, die nach der Erarbeitung einer Datenstrategie einhergeht.

Was ist deine Kernkompetenz?

Unsere Kernkompetenz liegt im Datenschutz und dem systemischen Blick auf Organisationen. Vor allem das systemische Verständnis für Strukturen und Organisationen eröffnet mir im Datenschutz neue Perspektiven. Als Datenschutzexperte verstehe ich mich nicht als jemanden, der sanktioniert, sondern die Organisation im Datenschutz befähigen will. Unsere Kompetenzen kombiniert mit den gewonnenen Erfahrungen und Skills der Datentreiber Data Thinking und Data Strategy Design-Methoden ermöglicht uns, Datenstrategien zu erarbeiten, systemisch in der Organisation zu platzieren und datenschutzrechtlich zu verankern.

Steht ein datengetriebenes Unternehmen im Widerspruch zum Datenschutz?

Definitiv nein. Ein datengetriebenes Unternehmen kann sehr wohl Daten erheben, verarbeiten und zum Beispiel für prädiktive Entscheidungen im Einklang mit den Datenschutzgesetzen sein. Im Datenschutz geht es um Informiertheit, Transparenz und Selbstbestimmung der Nutzer. Unternehmen sollten das für ihren Service und ihre Angebote herausstellen. Nur so kann der Nutzer selbstbestimmt und souverän entscheiden. Im Datenschutz geht es um die Abwägung der berechtigten Interessen von Unternehmen und Nutzer. Dafür sollten Datenschutzbeauftragte ihr Unternehmen, aber auch ihre Zielgruppe besser verstehen. Der Erfolg von Datenschutz in datengetriebenen Unternehmen wird davon abhängen, ob Experten aus den unterschiedlichen Fachbereichen zusammengezogen werden und als Team von Beginn an zusammenarbeiten.

Was sind die Erfolgsfaktoren für einen guten Datenschutz in datengetriebenen Unternehmen?

Unternehmen sollten sich ohne Angst dem Thema Datenschutz stellen. Geschäftsführer sollten sich die Frage stellen, welchen Nutzen der Datenschutz für sein Unternehmen haben kann, ohne den ersten Impuls in der Antwort wie „Bußgeldern“ oder „Sanktionen“ nachzugeben. Der Schlüssel liegt im Datenschutzbeauftragten des Unternehmens. Unternehmen, die ihren Datenschutzbeauftragten bereits bei der Erarbeitung von Datenstrategien bzw. in der Konzeptionsphase von datengetriebenen Produkten und Services aktiv einbinden, sensibilisieren ihn für die Interessen des Unternehmens. Fordern sie von ihrem Datenschutzbeauftragten eine wirtschaftliche Denkweise in Bezug auf ihr Geschäftsmodell ein. Hinterfragen sie konstruktiv die „Geht-Nicht“-Mentalität der Datenschutzbeauftragten. Lassen Sie ihn Teil haben an der Entwicklung neuer Ideen für ihr Geschäftsmodell.

Datentreiber-Partner @be_stecher empfiehlt Datenschutzbeauftragten in datengetriebenen Unternehmen: „Finden Sie Ihre Position im Prozess und nicht den Prozess für Ihre Position“. 

Was braucht ein datengetriebenes Unternehmen neben Technologie und
Know-How noch?

Informationen, die durch Daten gewonnen werden, benötigen im Unternehmen einen Adressaten, flexible Strukturen und effiziente Prozesse, um unternehmerische Entscheidungen zu unterstützen. Die beste Technologie, das cleverste Datenmanagement und die Erkenntnisse des erfahrensten Data-Analytiker verpuffen in der Organisation, wenn Strukturen, Entscheidungsprozesse, Silodenken und die Unternehmenskultur sich dem Neuen nicht anpassen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, zielgruppenspezifische Denkweise, agile Strukturen sowie eine Datenkultur führen dazu, dass die gewonnen Erkenntnisse aus Daten für die richtigen unternehmerischen Entscheidungen genutzt werden können.

Was wünscht du dir für die Datentreiber-Kunden?

Datentreiber-Kunden kennen bereits die erfolgreiche Data Thinking-Methode mit den unterschiedlichen Canvas. Binden Sie frühzeitig ihren Datenschutzbeauftragten mit ein. Fragen Sie ihn um Rat und zeigen Sie ihm das „Warum“ Ihres Projekts oder Ihrer Entscheidung.

Was ist dein Tipp für unsere Leser?

Damit Sie die manchmal etwas eigenwilligen Datenschutzbeauftragten besser verstehen lernen, ein kleiner Buchtipp von meiner netten Kollegin Dr. Jana Moser „Das Geheimnis guter Datenschutzberatung“ (Haufe Verlag).

Was ist dein persönliches Lieblingszitat?

Vielen Dank für das ausführliche und informative Gespräch!

Sie möchten Ihre Datenstrategie datenschutzkonform gestalten? Dann kontaktieren Sie uns für ein erstes Gespräch.

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